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(23.01.19) In den letzten Tagen haben viele Erdbeeranbauer ihre Felder mit Vlies abgedeckt. Dieses Vlies, das im Frühjahr in vielen Gemüsekulturen zur Verfrühung eingesetzt wird, schützt die Erdbeerpflanzen vor den starken Frösten der letzten Tage. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Die Erdbeerpflanzen haben bereits im Herbst die Blütenknospen für das kommende Frühjahr angelegt. Diese Knospen sind sehr frostempfindlich. Bei Temperaturen unter -5o Celsius können die Blüten erfrieren, wenn keine schützende Schneeschicht auf den Erdbeerpflanzen liegt. Denn Schnee besitzt eine isolierende Eigenschaft.

Je nach Erdbeersorte ist die Frosthärte mehr oder weniger ausgeprägt. Auch das Anbauverfahren entscheidet mit über die Frosthärte. Erdbeerpflanzen, die auf Dämmen angebaut werden, sind besonders frostempfindlich.

Manche Erdbeeranbauer nutzen die niedrigen Temperaturen aber auch, um einen Teil ihrer Erdbeerbestände mit Stroh abzudecken. Das Stroh schützt auch vor Kahlfrost, ist aber eigentlich dazu bestimmt, dass sich der Boden im Frühjahr bei Sonneneinstrahlung nicht so schnell erwärmt. So kann die Winterruhe der Erdbeerpflanzen verlängert werden. Für diese Pflanzen beginnt das Frühjahr später, sie treiben später aus und blühen auch später. Auf diese Art und Weise kann die Erdbeersaison um einige Tage verlängert werden.

Je nach Witterungsverlauf können die ersten rheinischen Erdbeeren in diesem Jahr etwa von Mitte bis Ende April in Gewächshäusern geerntet werden. Rheinische Erdbeeren werden dann bis etwa November täglich frisch geerntet.