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(15.03.17) Wer einen knackigen Apfelbaum besitzt, muss die Erfahrung machen, dass sich die eigenen Äpfel oft nur kurze Zeit lagern lassen. Die Früchte schrumpeln, das Fruchtfleisch wird weich und mehlig. Durch die geeignete Lagertechnik können die rheinischen Apfelerzeuger noch lange knackige und frische Äpfel anbieten. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Während früher reine Kühlläger genutzt wurden, in denen die Temperatur abgesenkt wurde, sind heute sogenannte ULO-Läger Standard. Die Abkürzung ULO steht dabei für Ultra Low Oxygen. In diesen Lägern ist es durch spezielle technische Maßnahmen möglich, den Sauerstoffgehalt der Luft in den Lagerräumen zu reduzieren. Dabei kann genau gesteuert werden, wie hoch der Sauerstoffgehalt in den einzelnen Kühlzellen ist. Denn die verschiedenen Apfelsorten haben unterschiedliche Ansprüche an eine optimale Lagerung. Was für die eine Sorte gut ist, kann für die andere Sorte schädlich sein.

Durch den niedrigen Sauerstoff- und erhöhten Kohlendioxidgehalt der Lagerluft werden die Äpfel bei gleichzeitig niedrigen Temperaturen in einen künstlichen Winterschlaf versetzt. Die Atmungsaktivität der Früchte sinkt rapide ab. Hierin liegt auch der Grund, warum die Früchte fest und knackig bleiben. Denn die Energie, die der Apfel veratmet, bezieht er aus seiner Festigkeit.

Bestimmte Sorten eignen sich besser zum Lagern als andere. Derzeit stehen beispielsweise Elstar, Jonagold, Braeburn, Pinova oder auch die relativ neue Sorte Topaz, die säuerlich schmeckt, zur Verfügung. Gerade bei den direktvermarktenden Apfelerzeugern im Rheinland werden häufig Äpfel bis in den Juni oder Juli in hervorragender Qualität verkauft.