PVlogo1

fb prov2

A- A A+

(02.08.17) Derzeit läuft die Ernte von Busch- und Stangenbohnen auf Hochtouren. Die grünen oder gelben Hülsenfrüchte bieten eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten, werden aber oft unterschätzt. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

20140806.jpg

Foto: S. Weis

Beliebt sind Bohnen vor allem als Salat, gedünstet oder in Speck eingewickelt und gebraten. Klassisch werden sie zu Lammbraten angeboten, sie passen aber auch zu jedem Schmorgericht, zu Fisch oder auch zu herzhaften Eiergerichten bestens. Gerade, wenn Gäste erwartet werden, bietet sich beispielsweise ein Bohnensalat an. Denn er lässt sich gut vorbereiten und schmeckt noch einmal so gut, wenn er mit der Sauce durchgezogen ist. Dabei ergänzen Zwiebeln, Schnittlauch, Petersilie und auf jeden Fall Bohnenkraut hervorragend jeden Salat. Bohnen können jedoch viel mehr sein als nur Salat- oder Gemüsebeilage zu Fisch- und Fleischgerichten. Denn auch als Hauptmahlzeit in Form von Eintöpfen oder Aufläufen sind sie eine Delikatesse.

Mancher Verbraucher meidet Bohnen auch, weil ihnen nachgesagt wird, sie seien schwer verdaulich. Dies trifft aber vor allem auf die reifen Bohnenkerne zu. Bei den grünen oder gelben Hülsen ist dies in der Regel kein Problem. Außerdem erleichtert die Zugabe von Bohnenkraut oder mediterranen Kräutern die Verdaulichkeit.

Je nach Wuchsform wird zwischen Busch- und Stangenbohnen unterschieden. Buschbohnen werden nur etwa 40 cm hoch. Stangenbohnen ranken hingegen mehrere Meter hoch und müssen an Schnüren oder Stangen geleitet werden. Bei beiden Bohnenarten gibt es auch gelbe Sorten, die sogenannten Wachsbohnen, die vorwiegend für Salate verwendet werden. Die Wuchsform als Busch- oder Stangenbohne sagt nichts über die Größe der Hülsen aus. Bei beiden Typen gibt es Sorten mit kurzen zarten Hülsen – die Prinzess- oder Bobby-Bohnen – oder auch Sorten mit langen Hülsen.

Eine rheinische Spezialität sind die milchsauer vergorenen Schnippelbohnen. Sie wurden früher ähnlich wie Sauerkraut in jedem Haushalt selbst hergestellt. Dies übernehmen heute verarbeitende Betriebe, die den milchsauren Klassiker noch immer anbieten.