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(27.09.17) Auch wenn der Ausspruch „Alles Kappes!“ im rheinischen Dialekt ein Synonym dafür ist, dass alles schlecht läuft, hat er für die rheinischen Gemüseerzeuger eine ganz andere Bedeu-tung. Im Moment ist für viele Gemüsebauern im wahrsten Sinne des Wortes „Alles Kappes!“, denn die Ernte von Kopfkohl – im Rheinland als „Kappes“ bezeichnet – läuft auf Hochtouren. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S.Weis

Überall finden in diesen Wochen Oktober- und Schlachtfeste statt. Und keines dieser Feste kommt ohne Weißkohl aus. Zur Haxe und zum Schweinebraten gehört Weißkohl genauso wie zur Schlachtplatte. Dabei werden gleich die wichtigsten Verwendungsarten des Weißkohls deutlich: milchsauer vergoren als Sauerkraut, als Krautsalat oder gedünstet als Gemüsebeilage. Aber Weißkohl kann viel mehr: als Kohlroulade ist er genauso beliebt wie als Zutat für Eintöpfe oder Aufläufe. Und warum nicht auch einmal etwas Neues probieren? So etwa kombiniert mit Nudeln. Eine ungewöhnliche, aber leckere Kombination.

Gerade in den Herbst- oder Wintermonaten sind Weißkohl und Sauerkraut besonders empfehlenswert. Sie enthalten viel Vitamin C, Vitamin B und K sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Eisen und auch einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt stärkt das Immunsystem und schützt so vor Erkältungen.

Im Lebensmitteleinzelhandel werden in der Regel kleine Kohlköpfe angeboten. Diese halten sich bei kühler Lagerung über längere Zeit. Ist der Kohlkopf angeschnitten, sollte die Schnittfläche mit Frischhaltefolie abgedeckt werden. Auch dann ist noch eine Lagerung über mehrere Tage möglich.

Auf vielen rheinischen Feldern wird Weißkohl für die Herstellung von Sauerkraut und Krautsalat in Fabriken angebaut. Auch hier läuft jetzt die Ernte der großen Köpfe, sodass bald wieder frisches Sauerkraut auf den Markt kommt.