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Windmaschinen schützen Apfelanlagen vor Blütenfrost

Der Raum Meckenheim gehört zu den großen Apfelanbaugebieten in Deutschland. Auf einer Fläche von ca. 1.600 ha wachsen hier Jahr für Jahr Äpfel heran - aber nur, wenn es keinen Blütenfrost oder Hagel gibt.

In jedem Frühjahr, wenn die Blüte naht, verfolgen die Obstbauern die Wettervorhersage mit besonderer Aufmerksamkeit. Denn etwa in einem von drei Jahren kommt es im Raum Meckenheim aufgrund von Frost während der Blüte zu mehr oder weniger starken Schädigungen. Diese können von wenigen erfrorenen Blüten über Fruchtdeformationen bis hin zum totalen Ernteausfall in einigen Lagen führen, was für die betroffenen Obstbaubetriebe einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zur Folge hat.

Um Blütenfrostschäden zu verhindern, arbeiten Obstbauern in einigen Gegenden mit der Frostschutzberegnung. Hierbei wird die gesamte Obstanlage ab Frostbeginn (währen der Nacht) permanent mit Wasser berieselt. Beim Auftreffen auf die Blüten gefriert das Wasser, dabei wird die sogenannte Erstarrungswärme freigesetzt. Diese schützt die Blüten vor dem Erfrieren. Die Beregnung darf aber erst abgeschaltet werden, wenn die Temperatur am Morgen wieder über null Grad gestiegen ist. Die Frostschutzberegnung funktioniert grundsätzich gut, sie hat aber einen entscheidenden Nachteil: Es wird sehr viel Wasser gebraucht. In einer 5 ha großen Obstanlage liegt der Bedarf in einer einzigen Frostnach (bei einer durchschnittlichen Einsatzdauer von 5 Stunden) bei etwa 1 Million Liter Wasser. So viel Wasser steht im Raum Meckenheim, wo es keine größeren Gewässer gibt, aber nicht zur Verfügung.

Eine in unserer Region noch neue Möglichkeit der Vermeidung von Ernteausfällen aufgrund von Blütenfrost stellt der Einstz von Windmaschinen dar. Nachdem die Wirksamkeit einer mobilen Windmaschine für unsere Region im Campus Klein-Altendorf 2014 wissenschaftlich nachgewiesen wurde, haben vier Obstbauern aus Meckenheim und Grafschaft-Gelsdorf im Jahr 2015 mobile Windmaschinen angeschafft und erstmalig eingesetzt. Die auf einem LKW-Anhänger montierten Windmaschinen angeschafft und erstmalig eingesetzt. Die Windmaschinen ähneln zwar den Windrädern zur Stromerzeugung, sind mit einer Höhe von etwa 10 m jedoch viel kleiner. Der Propeller wird auch nicht vom Wind angetrieben, sondern aktiv von einem Motor gedreht. Der Schutz der Apfelbäume vor Blütenfros wird erzielt, weil mit Hilfe des Propellers wärmere Luft aus der Höhe angesaugt, und mit der kälteren bodennahen Luftschicht, in der die Bäume stehen, verwirbelt wird.