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Foto: Chr. Mager

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Fast jedes Jahr zur Obstblüte kommt es zu Spätfrösten. Je nach Kultur und Sorte sind die Knospen, Blüten oder Früchte sehr anfällig, sodass bereits geringe Temperaturen unter 0°C ausreichen, um einen Teil oder sogar alle Blüten erfrieren zu lassen. Dies kann zu einem Totalausfall der Ernte führen. In weniger gravierenden Fällen kommt es zu einer Ertragsreduktion oder zu einer Entwertung der Früchte durch Frostzungen oder Frostrisse. Um dem entgegen zu wirken, kann Frostschutz betrieben werden. Dabei gibt es verschiedene Verfahren, wie zum Beispiel die Frostschutzberegnung, die Frostheizung oder Windmaschinen.

Wie funktioniert die Frostschutzberegnung?

Verregnetes Wasser benetzt die Pflanze, kühlt sich an dieser ab und gefriert ab 0°C. Beim Errfrieren wird Erstarrungswärme frei, die ausreicht, um die Knospen, Blüten oder Früchte vor dem Erfrieren zu schützen. Frostschutzberegnung eignet sich für die folgende Kulturen: Äpfel, Birnen, Heidelbeeren, Kirschen und Erdbeeren. Je nach Entwicklungsstadium der Kultur gibt es unterschiedliche kritische Pflanzentemperaturen, die nicht unterschritten werden dürfen. Die Frostschutzberegnung muss vor dem Unterschreiten dieser kritischen Werte eingeschaltet werden. Zur Aufrechterhaltung des Schutzeffektes muss eine kontinuierliche Wasserapplikation gewährleistet sein. Als Richtwert kann eine Regnergeschwindigkeit von einer Umdrehung pro Minute angenommen werden. Die Frostschutzberegnung kann erst dann wieder ausgeschaltet werden, wenn die Feuchttemperatur die kritische Planzentemperatur deutlich überschreitet. In der Praxis bedeutet dies, dass die Beregnung beim einsetzenden Tauen ausgestellt wird.

Schwierigkeiten der Frostschutzberegnung

Um Frostschutzberegnung betreiben zu können, muss dem Obstbauern genügend Wasser zur Verfügung stehen. So werden im Schnitt für eine 10stündige Beregnung ungefähr 300 Kubikmeter Wasser pro Hektar benötigt. Für ein solches Verfahren sind große dieselbetriebende Pumpanlagen eingesetzt.