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(18.07.13) Im Juli reift mit den Dicken Bohnen eine rheinische Gemüsespezialität zur Ernte heran, die zwar bei vielen Verbrauchern ein angestaubtes Image hat, dafür aber von der Sterneküche wieder entdeckt wird. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Dicke Bohnen mit gekochtem Speck oder Mettwurst bedeuten für viele eine Reise in die Vergangenheit. Solch deftige Gerichte schmecken vor allem bei niedrigen Temperaturen vorzüglich. Die jetzt reifenden Hülsenfrüchte lassen sich aber auch wesentlich kalorienärmer zubereiten. Gerade gehobene Restaurants haben die Dicken Bohnen neu für sich entdeckt.

Zum einen wird das Gemüse nicht mehr in der klassischen Mehlschwitze zubereitet. Zum anderen wird nach dem Blanchieren der Bohnenkerne die ledrige Haut um die Kerne in einem zusätzlichen Arbeitsschritt entfernt. Das bedeutet einen Mehraufwand, der sich aber auf jeden Fall lohnt. Denn es entsteht eine feine Gemüsebeilage zu Fisch- oder Fleischgerichten, die geschmacklich viel milder ist als die ganzen Bohnenkerne.

Dicke Bohnen sind zwar sehr energiereich, enthalten aber auch hochwertiges Eiweiß, das insbesondere von Vegetariern sehr geschätzt wird. Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen sind neben zahlreichen Vitaminen weitere wichtige Inhaltsstoffe.

Im Rheinland werden die Hülsenfrüchte auf einer Fläche von rund 500 ha angebaut. Ein großer Teil der auf dieser Fläche geernteten Bohnenkerne wird zu Konserven oder Tiefkühlware verarbeitet. Das Rheinland ist in Deutschland die einzige Region, in der in nennenswertem Umfang Dicke Bohnen angebaut werden. Weitere Anbauzentren sind die Niederlande und Belgien.

Zu Dicken Bohnen gehört unbedingt auch Bohnenkraut, das hervorragend geschmacklich zu den grünen Kernen passt und die Verdaulichkeit der Hülsenfrüchte verbessert.