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(27.11.13) Immer mehr Menschen leiden heutzutage unter einer Allergie gegen Äpfel und müssen daher auf das beliebteste Obst der Deutschen leider verzichten. Doch auch Allergiker können häufig beschwerdefrei in den Genuss von Äpfeln kommen, meint der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn).

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Foto: S. Weis

Hervorgerufen werden die Allergien durch Aminosäuren, also Vorstufen von Proteinen, die in einer bestimmten Anordnung im Apfel vorkommen. Da die Aminosäuren in jeder Apfelsorte unterschiedlich aneinandergekettet sind, reagieren viele Menschen nur gegen bestimmte Apfelsorten mit Unverträglichkeiten.

Vor allem alten Apfelsorten wird nachgesagt, dass sie weniger Allergene enthalten als neue Sorten. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die so genannten Polyphenole. Das sind Pflanzeninhaltsstoffe, die Farbe und Geschmack der Früchte beeinflussen. So kann man davon ausgehen, dass Apfelsorten, die nach dem Anschneiden schnell braun werden, einen hohen Gehalt an Polyphenolen haben. Solche Sorten, wie z. B. der Boskoop, sind in der Regel eher für Allergiker geeignet als Sorten mit niedrigem Gehalt.

Da jeder Allergiker individuell reagiert, können keine pauschalen Empfehlungen ausgesprochen werden. In jedem Fall sollte ein Allergiker eine Apfelsorte erst einmal vorsichtig testen. Alte Sorten, wie zum Beispiel Boskoop, Berlepsch oder die Frühsorte Alkmene werden von vielen Allergikern problemlos vertragen. Aber auch auf einige neuere Sorten können Allergiker zurückgreifen. So zählen zum Beispiel die Sorten Santana und Rubinette zu den Sorten, die einen niedrigen Allergengehalt aufweisen.

Da viele der genannten Sorten nicht oder nur selten im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sind, lohnt sich der Weg zum direkt vermarktenden Obsterzeuger oder zum Wochenmarkt in der Nähe. Dort erhält man nicht nur eine wesentlich größere Vielfalt und frischere Ware, man kann in der Regel die Apfelsorten probieren und auf Verträglichkeit testen.