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(13.02.13) Witwe Bolte liebte es, in der Schifffahrt war es über Jahrhunderte eines der wichtigsten Lebensmittel und auch heute noch ist es absolut „in“: Das Sauerkraut. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Sauerkraut ist wegen seines hohen Vitamin C-Gehaltes gerade jetzt – unmittelbar nach dem Karneval und zum Höhepunkt der Grippewelle – genau das Richtige, um das Immunsystem zu stärken und Erkrankungen vorzubeugen. Was die Seeleute vor Skorbut schützte, ist auch heute noch ein wertvoller Schutz vor Erkältungen und grippalen Infekten.

Das Rheinland ist eine der Hochburgen der Sauerkrautherstellung. Mehrere Verarbeiter mit Sitz im Rheinland beziehen ihre Rohware – große Weißkohlköpfe – direkt von rheinischen Erzeugern. Schwerpunkte im Anbau sind die Kempener Platte am Niederrhein und der Raum Euskirchen. Dort werden spezielle Weißkohlsorten angebaut, die große feste Köpfe mit einem geringen Strunkanteil bringen. Die Ernte und Verarbeitung beginnt im September und endet in der Regel im Dezember. Die Köpfe werden abgeschnitten, die großen grünen Umblätter entfernt, dann auf Anhänger verladen und in die Fabrik gebracht. Dort wird der Weißkohl nochmals geputzt, bevor der Strunk ausgebohrt wird. Anschließend folgen das Schneiden und die Zugabe von Salz. In einem Gärsilo wird der Weißkohl von Milchsäurebakterien zu Sauerkraut vergoren.

Viele Verbraucher kennen Sauerkraut nur in deftigen Varianten: mit Kassler oder Eisbein und Kartoffelpüree. Aber auch als Beilage zu Fisch, in einer leckeren Suppe oder als Auflauf ist Sauerkraut eine Delikatesse.

Übrigens: Wem die Zubereitung von frischem Sauerkraut zu aufwändig ist, für den bieten die Sauerkrauthersteller bereits vorgegartes Sauerkraut an, das nur noch in heißem Wasser oder in der Mikrowelle erwärmt werden muss.