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Herzlich willkommen auf der Webseite des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauer e.V., der berufsständischen Interessenvertretung der Obst- und Gemüseerzeuger im Landesteil Nordrhein von Nordrhein-Westfalen.

 

Sehen Sie hier unsere letzten Meldungen und demnächst anstehende Termine. Weitere finden Sie unter Aktuelles bzw. unter Termine.

(24.05.17) Nur noch bis zum 24. Juni, dem sogenannten „Spargelsilvester“, ernten rheinische Gemüseerzeuger Spargel und Rhabarber. Es bleibt also nicht mehr viel Zeit, um die beiden Stängelgemüse frisch vom Feld einzukaufen. Deshalb empfiehlt der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) den Verbrauchern, in den nächsten Wochen unbedingt noch einmal zuzugreifen.

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Foto: S. Weis

Nach dem 24. Juni brauchen die Spargel- und Rhabarberpflanzen eine Ruhephase, in der sie Laub bilden. Die Blätter produzieren dann durch Photosynthese Kohlenhydrate, die im Herbst mit Einziehen des Laubes in die Wurzeln eingelagert werden. Nur wenn genügend Reservestoffe eingelagert werden, können die Pflanzen im kommenden Frühjahr wieder kräftig austreiben.

Durch die kühle Witterung der letzten Wochen war das Spargelangebot vergleichsweise gering. Nach dem Ansteigen der Temperaturen ist aber jetzt von einer großen Erntemenge auszugehen.

Wer Spargel und Rhabarber auch nach Saisonende genießen möchte, kann beide Stängelgemüse sehr gut einfrieren. Dazu werden die Stängel gewaschen, geschält, je nach Verwendungsart auch in Stücke geschnitten und in Beutel verpackt. Eingefrorenen Spargel sollte man unbedingt gefroren ins heiße Wasser geben und nicht vorher auftauen. So bleibt der Spargel bissfest und aromatisch.

Auch Rhabarber sollte nur gefroren weiterverarbeitet werden. Er eignet sich hervorragend für Kuchen und Kompotts.

 

 

(10.05.17) Parlamentarischer Staatssekretär Horst Becker und Präsident Christoph Nagelschmitz eröffnen nordrhein-westfälische Erdbeersaison in Niederkassel

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Foto: S. Weis

„Deutlich länger als ein halbes Jahr gelingt es den nordrhein-westfälischen Obstbauern, den Verbrauchern an Rhein und Ruhr frische Erdbeeren aus heimischem Anbau anzubieten“, kündigte der Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, Christoph Nagelschmitz, an. Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Horst Becker hat er am 10. Mai 2017 in Niederkassel die nordrhein-westfälische Erdbeersaison eröffnet.

„Normalerweise blüht eine Erdbeerpflanze im Frühjahr und trägt Ende Mai bis Anfang Juni Früchte“, betonte der Vorsitzende der Landesfachgruppe Obstbau im Provinzialverband, Vizepräsident Georg Boekels. Nordrhein-Westfalen sei in Deutschland die Region, in der die Verfrühung der Erdbeerkulturen am weitesten verbreitet sei. Deshalb seien auch bereits im April die ersten nordrhein-westfälischen Erdbeeren in Gewächshäusern geerntet worden.

Durch die Kombination verschiedener Kulturverfahren könne die Erdbeersaison um mehrere Wochen sowohl nach vorne wie auch nach hinten verlängert werden, so dass die Verbraucherinnen und Verbraucher vom Frühjahr bis kurz vor Weihnachten auf Erdbeeren aus heimischem Anbau zurückgreifen können. In Nordrhein-Westfalen erzeugte Erdbeeren würden fast ausschließlich regional vermarktet. Hierdurch seien die Transportwege kurz. Nordrhein-westfälische Erdbeeren könnten reif geerntet werden und ihren hervorragenden Geschmack voll entfalten.

Die bei vielen Obstarten durch Fröste Anfang April entstandenen Schäden seien bei Erdbeeren gering ausgefallen. „Die Verbraucher können sich also wieder auf nordrhein-westfälische Erdbeeren in hervorragender Qualität freuen“, bereitete Boekels die Verbraucher auf den leckeren Genuss der roten Früchte vor.

 

 

(17.05.17) Kaum sind die Temperaturen angestiegen, hat auch die Salaternte auf rheinischen Feldern begonnen. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Pünktlich zu den sommerlichen Temperaturen ernten die rheinischen Gemüseerzeuger wieder Salate im Freiland. Kopfsalat, Eissalat, Lollo Rosso, Lollo Bionda, Raisa, Kraussalat oder Romanasalat sind die bekanntesten Sorten. Aber auch „Babyleaf“, eine Mischung junger Blätter verschiedener Salat- und Kohlarten, gibt es wieder aus heimischer Erzeugung. Insgesamt werden auf rund 1400 ha Salate im Rheinland angebaut. Salate sollten immer möglichst frisch verzehrt werden. In einen Folienbeutel verpackt halten sie sich einige Tage bei niedrigen Temperaturen frisch. Dabei sind Blattsalate weniger lagerfähig als kopfbildende Salatarten.

Die Schnittfläche des Strunkes sollte bei allen Salatarten stets hell und frisch aussehen. Die Blätter dürfen nicht welk, vergilbt oder verbräunt sein.

Gerade für Kalorienbewusste ist ein leckerer Salat genau das Richtige. Kombiniert mit anderen Gemüsen, wie Tomaten, Gurken, Paprika oder Zwiebeln, frischen Kräutern und einem leckeren Dressing lassen sich die verschiedenen Salatsorten mit diversen anderen Lebensmitteln bestens kombinieren. Gerade bei hohen Temperaturen ist schnell eine leichte Mahlzeit gezaubert.

Die Zutaten für einen leckeren Salat finden die Verbraucher übrigens bei vielen rheinischen Direktvermarktern. Eine Übersicht über direktvermarktende Obst- und Gemüsebaubetriebe ist unter www.provinzialverband.de zu finden.

 

 

(03.05.17) Sauerampfer hat zurzeit Saison. Obwohl das Kraut den ganzen Sommer über angebaut und geerntet wird, ist die Nachfrage im Frühjahr besonders groß. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Das in Mitteleuropa heimische Kraut ist vielseitig verwendbar. Sauerampfersuppe ist genauso beliebt wie eine Soße aus dem Kraut. Sauerampfer gehört auch zu den Kräutern der Frankfurter Grünen Soße. Aber auch in Salaten findet Sauerampfer Verwendung: entweder in zarte Streifen geschnitten als Würzkraut in einem grünen Salat oder aber – und dies hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen – als Bestandteil des so genannten „Babyleaf“, einer Mischung von jungen Blättern verschiedener Salatarten und Kräutern. Dabei wird Sauerampfer besonders gerne in der Variante mit blutroten Blattrippen verwendet. Diese Variante unterscheidet sich geschmacklich nicht von der klassischen grünen Variante.

Sauerampfer ist ein überaus gesundes Kraut. Die Blätter enthalten viel Vitamin C, Kalium sowie Bitter- und Gerbstoffe, die den Appetit anregen und die Verdauung fördern. Außerdem regt Sauerampfer Leber und Galle an. Allerdings sollten nur die jungen Blätter verzehrt werden, da sie milder schmecken als die älteren. Mit zunehmendem Alter der Blätter steigt der Oxalsäuregehalt an. Wegen des Gehalts dieser Säure ist Sauerampfer nichts für Nierenkranke.

Die Blätter des Krauts sollten stets frisch verwendet werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern können sie nicht durch Trocknen haltbar gemacht werden.

Die rheinischen Gemüseerzeuger bieten das ganze Jahr über Sauerampfer an. Neben geschnittenen Blättern wird auch Sauerampfer in Töpfen angezogen, der dann über einen längeren Zeitraum beerntet werden kann.

 

 

(26.04.17) Nach den frostigen Nächten und nasskalten Tagen der letzten Wochen machen frisch geerntete Tomaten aus dem Rheinland Appetit auf den Sommer. Die rheinischen Tomatenerzeuger ernten schon seit März in ihren Gewächshäusern frische Tomaten, so der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn).

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Foto: S. Weis

Bis in den Dezember können sich die Verbraucher leckere Tomaten aus regionalem Anbau schmecken lassen. Dabei lässt die Vielfalt an Formen und Farben Tomatenliebhaber ins Schwärmen kommen: Strauch-, Kirsch-, Cocktail- oder Datteltomaten in verschiedenen Größen lassen keine Wünsche offen. Aber nicht nur rote, sondern auch gelbe und grüne Tomaten wachsen im Rheinland. Diese Sortenvielfalt unterscheidet sich nicht nur vom Äußeren sondern auch geschmacklich. Mal sind sie etwas süßer, mal etwas säuerlicher, fester oder weicher, für jeden Geschmack ist das Richtige dabei.

Der Anbau im Gewächshaus garantiert eine 8- bis 9-monatige Tomatensaison. Im Freiland wären die ersten Früchte erst im Juli reif. Spätestens Anfang Oktober wäre die Ernte abgeschlossen, je nach Witterung schon früher. Der Anbau im Gewächshaus bietet weitere Vorteile. Durch den Schutz der Tomatenpflanzen vor Nässe kann auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gegen Pilze verzichtet werden. Und durch den geschlossenen Raum können Schadinsekten mit Nützlingen bekämpft werden. Der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel kann also deutlich reduziert werden.

Die Verwendungsmöglichkeiten der Tomaten sind vielseitig. Ob als Suppe, Salat, Snack für zwischendurch oder als Grundlage für eine leckere Soße, Tomaten passen zu fast allem und sollten stets verfügbar sein. Sie lassen sich auch bei Zimmertemperatur einige Tage lagern. Tomaten haben im Kühlschrank nichts zu suchen, denn bei Kälte verlieren die Früchte an Aroma.

 

 

(18.04.17) Während die für die kommenden Nächte angekündigten Frosttemperaturen für die Obsternte der Hobbygärtner eine große Gefahr darstellen, hoffen die rheinischen Obsterzeuger auf eine gute Ernte. Denn Sie betreiben immensen Aufwand, um die zarten Blüten der Obstbäume vor Frost zu schützen, berichtet der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn).

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Foto: S. Weis

Temperaturen unter 0°C lassen die Obstblüten erfrieren. Innerhalb weniger Stunden kann die Ernte eines ganzen Jahres vernichtet werden. Dies ist der Grund dafür, dass die meisten Obstanlagen mit einer Frostschutzberegnung ausgestattet sind. Sinken die Temperaturen auf 0,5° C, werden die Obstbäume so lange durchgehend mit Wasser besprüht, bis die Temperaturen wieder über 1o C angestiegen sind. Das Wasser gefriert an den Obstbäumen und bildet einen Eispanzer um die Blüten. Durch das Gefrieren des Wassers wird Wärme freigesetzt, die die Blüten vor dem Erfrieren retten. Nur wenn immer weiter Wasser auf die Bäume gesprüht wird, gelingt es, die Blüten vor dem Erfrieren zu retten. Dies kann über Stunden dauern und erfordert eine große Menge an Wasser. Wird die Wasserversorgung während des Frostes unterbrochen, erfrieren die Blüten.

In Regionen, in denen nicht genügend Wasser zur Verfügung steht, setzen die rheinischen Obstbauern Windmaschinen ein, die warme Luft aus höheren Luftschichten an den Boden saugen und so das Erfrieren der Blüten verhindern.

Nur wenn eine dieser beiden Methoden zum Einsatz kommt, gelingt es, die Blüten vor dem Erfrieren zu schützen und die Obsternte zu sichern. Die Obsterzeuger werden in den kommenden Tagen kurze Nächte haben, um zu überprüfen, ob die Schutzmaßnahmen durchgehend funktionieren.

 

 

(12.04.17) Es ist nicht selbstverständlich, aber umso erfreulicher: Zu Ostern können die Verbraucher in diesem Jahr rheinischen Spargel verzehren. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Mehrere Faktoren kommen zusammen, sodass es in diesem Jahr endlich wieder klappt: Ostern liegt vergleichsweise spät und die hohen Temperaturen der letzten Wochen haben dazu geführt, dass die Spargelernte früh beginnt. Und so können die Verbraucher an den Ostertagen nach Herzenslust schlemmen und das königliche Gemüse genießen.

Mittlerweile wird fast im gesamten Rheinland Spargel angebaut. Die traditionellen Anbaugebiete liegen in den Kreisen Kleve und Viersen, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Rhein-Sieg-Kreis. Da es gerade beim Spargel auf die Frische ankommt, sind kurze Transportwege ein wichtiges Argument für den Spargelkauf direkt beim Erzeuger. So kann das Gemüse innerhalb weniger Stunden vom Feld auf den Teller kommen.

Wer die weißen Stangen frisch einkauft, kann sie in ein feuchtes Tuch eingeschlagen einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wichtig ist aber eine ununterbrochene Kühlkette.

Frischer Spargel sollte quietschen, wenn man die Stangen aneinander reibt. Die Schnittstellen sollten hell und noch feucht sein.

Der Geschmack des in diesem Jahr gestochenen Spargels ist im Übrigen ausgesprochen gut. Der lange Spätsommer des Jahres 2016 hat dafür gesorgt, dass die Spargelpflanzen viel Zucker in die Wurzelstöcke eingelagert haben. Dieser Zucker sorgt jetzt für den guten Geschmack.

Spargelerzeuger in Ihrer Nähe finden Sie im Internet unter www.provinzialverband.de.

 

 

(05.04.17) Die rheinischen Gemüseerzeuger haben mit der Rhabarberernte begonnen. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Nachdem schon seit einigen Wochen kleine Mengen aus dem Treibanbau geerntet werden, hat jetzt auch die großflächige Ernte im Freiland begonnen. Durch Abdeckung mit Folie oder Vlies gelingt es, die Ernte etwa 2 bis 3 Wochen zu verfrühen. Das Rheinland ist bundesweit die wichtigste Anbauregion für das saure Gemüse. Im vergangenen Jahr wurden im Rheinland auf einer Fläche von rund 44 ha Rhabarber angebaut. Seit Jahren wächst der Anbau. Nicht zuletzt auch, weil neben den klassischen Verwendungsarten, wie etwa Kuchen oder Desserts, zunehmend auch die Verarbeitung von Rhabarber eine wichtige Rolle spielt. Schorlen mit Rhabarbersaft sind zu einem Trendgetränk in den vergangenen Jahren geworden.

Verwendet werden beim Rhabarber die dicken Blattstiele. Sie werden geschält und dabei werden auch eventuell vorhandene längere Fasern mitentfernt.

Auch wenn Rhabarber wie Obst verwendet wird, zählt er zu den Gemüsearten. Die Rhabarberpflanzen sind Stauden, die etwa 10 Jahre auf der gleichen Fläche beerntet werden können.

Das Gemüse enthält zahlreiche Vitamine und die Mineralstoffe Kalium, Phosphor und Calcium. Für den typisch säuerlichen Geschmack sorgen verschiedene Fruchtsäuren und Oxalsäuren. Für säureempfindliche Personen empfiehlt es sich, Rhabarber gemeinsam mit Michprodukten zu verzehren. Denn das in den Milchprodukten enthaltene Calcium bindet die Oxalsäure.

Die Ernte läuft bis zum 24. Juni. Im Anschluss muss sich die Rhabarberpflanze erholen und Reservestoffe einlagern, um im kommenden Frühjahr erneut kräftig austreiben zu können.

Rhabarber lässt sich sehr gut einfrieren. Wer also auch nach dem 24. Juni noch Rhabarber als Kompott, Kuchen oder Zutat für Konfitüren verwenden möchte, kann dies problemlos tun.